
{"id":282933,"date":"2022-04-05T00:00:00","date_gmt":"2022-04-05T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.skylum.com\/skylum-teams-war-stories-2\/"},"modified":"2026-03-21T07:41:51","modified_gmt":"2026-03-21T07:41:51","slug":"skylum-teams-war-stories","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.skylum.com\/de\/skylum-teams-war-stories\/","title":{"rendered":"Die Kriegsgeschichten des Skylum-Teams"},"content":{"rendered":"<p><span>Auf dem Foto oben ist das Skylum-Team w\u00e4hrend unseres Fotocamps in Bukovel im Sommer 2021 &#8211; ein halbes Jahr vor der russischen Invasion. Seitdem hat sich das Leben der Menschen auf diesem Foto f\u00fcr immer ver\u00e4ndert. Hier kannst du die Geschichten der Menschen hinter Luminar lesen.<\/span><\/p>\n<p>Am 24. Februar zwang die russische Invasion die Ukrainer*Innen dazu, alles zu \u00fcberdenken und sofort lebenswichtige Entscheidungen zu treffen. Viele wurden ins Ausland evakuiert, viele blieben in der Ukraine, und einige schlossen sich den Streitkr\u00e4ften und den lokalen Verteidigungsgruppen an, um unser Land zu verteidigen. Heute m\u00f6chten wir die Lebensgeschichten einiger unserer Skylum-Kolleg*Innen seit Beginn des Krieges, der bis heute andauert, erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Aber bevor wir das tun, m\u00f6chten wir noch interessante Neuigkeiten verk\u00fcnden! Trotz allem arbeiten wir weiter f\u00fcr dich. Peu \u00e0 peu arbeitet unser Team weiter an der Verbesserung der Skylum-Produkte. Wir sind unglaublich stolz darauf, mitteilen zu k\u00f6nnen, dass wir diese Woche nicht nur ein, sondern gleich zwei neue Updates ver\u00f6ffentlicht haben: <b>Luminar AI 1.5.2<\/b> und <b>Luminar Neo 1.0.4<\/b>.<\/p>\n<p><i>\u201eHinter jedem guten Produkt steht ein Team von Menschen. Ich habe immer an die St\u00e4rke unseres Teams geglaubt. Das Engagement und der Wille, selbst aus aktiven Kriegsgebieten heraus zu arbeiten, inspiriert mich, und ich m\u00f6chte meine unendliche Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Wir werden weiterhin alles tun, um sicherzustellen, dass unsere Partner*Innen und Nutzer*Innen ihre visuellen Geschichten erz\u00e4hlen k\u00f6nnen.\u201c<\/i> \u2014 Ivan Kutanin, Skylum CEO<\/p>\n<p>Du kannst alle Verbesserungen von <a href=\"https:\/\/skylum.com\/de\/luminar-ai\">Luminar AI<\/a> und <a href=\"https:\/\/skylum.com\/de\/luminar\">Luminar Neo<\/a> im Bereich \u201eWhat&#8217;s New\/Was gibt\u2018s Neues\u201c auf der Skylum-Website nachlesen. Wir finden Trost in unserer Arbeit und hoffen, dass du Spa\u00df an den neuen Updates hast und fantastische Fotos machen kannst. In der Zwischenzeit m\u00f6chten wir dich ermutigen, die Geschichten der Menschen zu lesen, die unter unterschiedlichsten Bedingungen weiterarbeiten, um dir Produkt-Updates zu liefern.<\/p>\n<p><b>Die Geschichten des Skylum-Teams<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166409624c4849f068e9.45123628.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Maryna Golovko, Software Engineer&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>Ich entwickle Luminar f\u00fcr die Windows-Plattform bei Skylum. Im vergangenen Monat habe ich mich zu einer professionellen Multitaskerin entwickelt, die unter schwierigen und stressigen Bedingungen arbeitet. In nur vier Wochen habe ich in der Region Ivano-Frankivsk und Lviv in der Ukraine, in Ko\u0161ice, Slovakei; Budapest, Ungarn; Lissabon, Portugal; und jetzt in Portim\u00e3o gelebt, aber ich werde bald wieder umziehen.<\/p>\n<p>Am Morgen des 24. Februar wachte ich auf, als ich im Badezimmer flie\u00dfendes Wasser h\u00f6rte. Mein Mann lief in der Wohnung herum und sammelte Wasser. \u201eDas ist der Anfang\u201c, war alles, was er sagte. Ich ging zum Fenster im Zimmer meiner Tochter und sah in der Ferne Explosionen. Unsere Luftabwehr schoss russische Raketen ab. Unter den Fenstern waren alle Stra\u00dfen vom Retroville-Einkaufszentrum mit Autos verstopft \u2014 es war bereits unm\u00f6glich, wegzufahren. Den ganzen Tag war ich in einem Schockzustand: Ich konnte meine Sachen nicht packen, ich konnte nicht einkaufen gehen oder dar\u00fcber nachdenken, was ich brauchte.<\/p>\n<p>Nach einer schlaflosen Nacht bei meinem Patenonkel fuhren wir ohne Zwischenstopp und ohne unsere Sachen in die Westukraine. Wir riefen in den Hotels an und wir hatten Gl\u00fcck, dass wir sofort ein Zimmer fanden, denn am Abend war fast alles ausgebucht. Nachdem wir eine Woche in der Westukraine verbracht hatten, wurde mir klar, dass wir die Familie trennen mussten (M\u00e4nner d\u00fcrfen das Land nicht verlassen), und ich fuhr mit unseren Kindern nach Polen. Die Polen empfingen uns so herzlich! Sie gaben uns warme Kleidung f\u00fcr die Kinder und gaben uns Essen. Der polnische Zollbeamte sah, dass wir vier Kinder im Auto hatten, und sch\u00fcttete ihnen eine Handvoll S\u00fc\u00dfigkeiten aus!<\/p>\n<p>Von Polen aus fuhren wir direkt nach Ko\u0161ice. Das waren schwierige Kilometer, obwohl ich wirklich gerne fahre. Aber es war mir klar, dass es notwendig war, um die Kinder an einen sicheren Ort zu bringen. Meine Eltern kamen zu mir und meinen beiden Kindern nach Ko\u0161ice. Sie wollten ihre Wohnung nicht verlassen und verbrachten eine Woche in Kyiv unter Beschuss, aber dann schlug eine Granate in ein Haus in der N\u00e4he ein und sie beschlossen, den Evakuierungszug zu nehmen. Meine Eltern sind 65 Jahre alt, und sie waren nie bester Gesundheit. Aber wegen dieses sinnlosen Krieges mussten sie von der linken Seite des Flusses mit dem Taxi zum Bahnhof in Kyiv fahren, drei Stunden lang alle Kontrollpunkte passieren, f\u00fcnf Stunden lang am Bahnhof auf den Zug warten und sie bekamen nur deshalb einen Platz im Wartesaal, weil sie bei Alarm nicht in den Schutzraum gelaufen sind. Dann konnten sie in keinen der Evakuierungsz\u00fcge einsteigen, weil nur Frauen mit Kindern mitfahren durften. Schlie\u00dflich gelang es ihnen, in einen kalten Vorraum des Zuges zu gelangen, in dem sie 15 Stunden lang sa\u00dfen, bis sie in Uzhgorod die Grenze \u00fcberqueren konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166452624c48745534e4.21802180.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><b><\/b><\/p>\n<p>Von Ko\u0161ice aus beschlossen wir, nach Portugal weiterzureisen. Die Fahrt zum Budapester Flughafen war eine lange Angelegenheit, und schlie\u00dflich trafen wir in Budapest auf hilfsbereite Freiwillige, die uns wieder etwas zu essen gaben und uns f\u00fcr die Nacht im Warteraum unterbrachten. Aber ich konnte nicht mehr schlafen, also habe ich gearbeitet. Am n\u00e4chsten Morgen flogen wir nach Lissabon, und ein paar Tage sp\u00e4ter sprengten die Russen das Retroville-Einkaufszentrum in der N\u00e4he meines Hauses mit Raketen in die Luft. Durch die Explosionen gingen alle Fenster unserer Wohnung, die sich in einem brandneuen Geb\u00e4ude befindet, zu Bruch. Wir waren erst vor ein paar Monaten in unsere neue Wohnung eingezogen, nachdem wir ein Jahr lang an der Renovierung gearbeitet und alles bis ins kleinste Detail durchdacht hatten. Heute sind nicht nur Regen und Wind, sondern auch Tauben in unserer Wohnung.<\/p>\n<p>Ein paar Schnappsch\u00fcsse von diesem Monat:<\/p>\n<p>\u25cf&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Kinder waren in Tatariv (Region Ivano-Frankivsk, Ukraine) und haben im Schnee gespielt. Wir haben gefragt: \u201eWas macht ihr da?\u201c \u201eWir bauen einen Bunker!\u201c, haben sie geantwortet. \u201eHier wird es bestimmt sicher sein!\u201c<\/p>\n<p>\u25cf&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Meine Tochter weinte: \u201eWie k\u00f6nnen wir aus diesem Spiel herauskommen?\u201c (Bezug nehmend auf unsere neue Realit\u00e4t)<\/p>\n<p>\u25cf&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als wir aus Kiew fuhren, flog direkt \u00fcber der Autobahn ein Kampfjet \u00fcber uns. Das war verdammt be\u00e4ngstigend.<\/p>\n<p>\u25cf&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eine Woche sp\u00e4ter musste ich den dritten Geburtstag meines Sohnes feiern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166476624c488c572309.49830194.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Valerie Kryshchuk, Influencer Marketing Manager<\/b>&nbsp;<\/p>\n<p>Normalerweise arbeite ich mit Influencer*Innen auf der ganzen Welt zusammen, um Luminar Neo zu bewerben. Ich suche nach neuen K\u00fcnstler*Innen, die mit uns zusammenarbeiten und starte Kampagnen auf YouTube und Instagram. Jetzt im Krieg helfe ich Skylumern, die in gef\u00e4hrlichen Regionen festsitzen, ihre St\u00e4dte zu verlassen und ein neues Zuhause zu finden.<\/p>\n<p>Als der Krieg am 24. Februar begann, war ich in Kiew und wachte \u2014 wie Millionen von Ukrainer*Innen \u2014 durch den L\u00e4rm der Explosionen auf. An diesem Morgen verbrachte ich mit meinem Mann und unseren beiden Katzen Stunden in einem Luftschutzkeller. Dann erhielt ich einen Anruf von meinem 19-j\u00e4hrigen Bruder, der in der Nacht zuvor nach Kharkiv gefahren war und um 5 Uhr morgens von russischen Raketen empfangen wurde. Nachdem er 12 Stunden von der Westukraine nach Kharkiv gefahren war, sollte er dort die Nacht verbringen, aber wegen der Bomben kehrte er um und fuhr weitere 20 Stunden im dichten Verkehr nach Hause, zusammen mit anderen Menschen, die versuchten zu entkommen. An diesem Tag fuhr er an Kyiv vorbei und konnte meiner Familie und der Familie meines Mannes helfen, die Stadt zu verlassen. Sp\u00e4ter in der Nacht waren mein Mann und ich, seine Mutter, seine schwangere Schwester mit ihrem Mann sowie zwei Katzen und zwei Hunde in der Westukraine, wo wir bis heute immer noch sind. Wir versuchen, weiterzuarbeiten und der Ukraine zu helfen. Mein Arbeitsplatz ist derzeit entweder ein Sofa im Haus meiner Eltern oder der kleine Bauernhof meines Gro\u00dfvaters in einem Dorf 30 Kilometer von der Stadt entfernt, mit H\u00fchnern, H\u00e4hnen und Schweinen drau\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166542624c48ce14ad67.63749465.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Bogdan Vasiliev, Marketing Generalist&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>Ich bin f\u00fcr die Vermarktung unseres Flaggschiffs &#8211; Luminar Neo &#8211; zust\u00e4ndig. Ich arbeite mit den Produkt-, Technik- und Support-Teams sowie mit anderen Marketingexpert*Innen zusammen, um unseren Nutzer*Innen ein besseres Produkt und ein besseres Fotobearbeitungserlebnis zu bieten.<\/p>\n<p>Ich habe Kyiv nicht verlassen. Der Krieg hat die gesamte Ukraine erfasst, und es ist schwer, sich in irgendeinem Teil des Landes sicher zu f\u00fchlen. Ich bin geblieben, um meine Heimatstadt zu verteidigen. In den ersten Tagen schloss ich mich den so genannten Cybertruppen an. Vor Skylum habe ich mit verschiedenen politischen Kr\u00e4ften zusammengearbeitet und bin mit vielen sozialen Technologien vertraut. Zusammen mit Freunden haben wir versucht, unsere F\u00e4higkeiten so gut zu nutzen, wie es ging. Aber die russische Propaganda hat ein so absurdes Ausma\u00df erreicht, dass es schwer ist, sie auf dem Informations-Schlachtfeld zu schlagen. Nichts funktioniert, nicht einmal bei meinen Verwandten in Russland. Der Vater meines Onkels weigerte sich, auf seinen Sohn zu h\u00f6ren! Sie sprechen nicht mehr miteinander. Aber wir werden nicht aufgeben! Glaubt nicht, dass die Menschen in Russland keine Schuld trifft. Sie alle sind interessenlos und gleichg\u00fcltig. Sie unterst\u00fctzen den Krieg.<\/p>\n<p>Ansonsten f\u00fcttere ich die Tiere, die in den Wohnungen eingesperrt geblieben sind. Viele Menschen wurden vom Krieg \u00fcberrascht und konnten sich nicht mehr um ihre Tiere k\u00fcmmern, ihre Tiere mussten gerettet werden. Einige Besitzer*Innen haben sich bewusst daf\u00fcr entschieden, ihre Tiere in den Wohnungen zu lassen und sind in andere Teile des Landes geflohen. Ja, das ist das h\u00e4ssliche Gesicht des Krieges. Ich habe vor, einen Ort zu finden und ein Tierheim in der N\u00e4he unserer <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/zoopatrol_ua\/\">Tier-Patrouille<\/a><b> <\/b>zu organisieren und alle Tiere dorthin zu bringen. Es ist gef\u00e4hrlich, in der Stadt herumzufahren, aber es bricht mir das Herz, die Tiere dem Tod zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166564624c48e4caa0e8.26010738.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Olga Salkova, Marketing Content Manager&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>Ich arbeite jetzt vom Haus eines Freundes in Bukarest, Rum\u00e4nien, aus. Als Content Managerin bin ich f\u00fcr die Erstellung aller Arten von Marketingmaterialien zust\u00e4ndig: E-Mails, Banner, Videos usw. Zus\u00e4tzlich zu meinen regul\u00e4ren Aufgaben helfe ich Kolleg*Innen und ihren Verwandten bei der Suche nach Transportm\u00f6glichkeiten, um die Ukraine zu verlassen, und bei der Suche nach einer Unterkunft im In- oder Ausland. W\u00e4hrend ich physisch in Sicherheit bin, habe ich psychisch einige Kratzer abbekommen, denn es ist unm\u00f6glich, komplett zurechnungsf\u00e4hig zu bleiben, wenn sich das eigene Land im Krieg befindet.<\/p>\n<p>Als der Krieg begann, waren mein Mann und ich im Urlaub in Sri Lanka. Unser R\u00fcckflug wurde gestrichen, aber wir beschlossen, trotzdem in die N\u00e4he unserer Heimat zu fliegen. Wir schafften es mit einer Verbindung in die Vereinigten Arabischen Emirate und dann nach Bukarest. Wir beschlossen, Sri Lanka trotz der insgesamt guten Bedingungen zu verlassen, weil es f\u00fcr uns unm\u00f6glich schien, ein normales Leben auf einer exotischen Insel zu f\u00fchren. In den ersten Tagen war es sehr schwer, da ich st\u00e4ndig den Aufenthaltsort meiner Schwester \u00fcberpr\u00fcfte, w\u00e4hrend sie und unsere Mutter die ukrainisch-moldawische Grenze passierten. In Sri Lanka waren viele Russen, die sich weiterhin gut am\u00fcsierten.&nbsp; Einige von ihnen unterst\u00fctzten den Krieg in ihrem Land, aber vielen war es einfach egal.&nbsp; Wir schafften es nur deshalb, keinen Streit anzufangen, weil wir f\u00fcr unsere Familien da sein mussten.&nbsp; Mein Vater, die Eltern meines Mannes und unsere Katze sind immer noch in Kyiv. Ebenso wie viele unserer engen Freunde. Ich will einfach nur, dass dieser Albtraum vorbei ist und ich nach Hause kann.<b>&nbsp;<\/b><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166598624c490657bee3.12851420.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Yasia, Senior Affiliate Manager&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>Am Morgen des 24. wachte ich durch den Anruf meiner Mutter auf: \u201eYasia, der Krieg hat begonnen.\u201c Mein Mann und ich packten schnell unsere Sachen, nahmen unsere Katze Jackie und machten uns auf den Weg in eine kleine Stadt 50 Kilometer von Kyiv entfernt, um zu unseren Verwandten zu fahren. Wir hofften, dass die Entfernung zur Gro\u00dfstadt uns helfen w\u00fcrde, direkte Angriffe zu vermeiden. Aber schon am zweiten Tag wurde uns klar, dass wir uns geirrt hatten.<\/p>\n<p>Ab dem zweiten Tag des Krieges sahen wir die Ausr\u00fcstung der Feinde direkt vor unserem Haus: gepanzerte Mannschaftstransporter, Panzer, Lastwagen. Nach ein paar Tagen begannen die aktiven milit\u00e4rischen Angriffe &#8211; wir h\u00f6rten Explosionen, Sch\u00fcsse, Raketen&#8230; Ich erinnere mich, dass ich zum ersten Mal eine Luftschutzsirene h\u00f6rte. Es war so be\u00e4ngstigend. Ich rief meine Eltern an, um ihnen zu sagen, dass ich sie liebte. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass ich sie nie wieder sehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Am f\u00fcnften Tag des Krieges fiel der Strom aus, und damit auch das Internet und die Mobilfunkverbindung. Das waren die schwierigsten Tage. Wir konnten unsere Lieben nicht erreichen und ihnen nicht sagen, dass wir noch am Leben sind.&nbsp; Ich erinnere mich, dass ich mit meinem Mann auf den Glockenturm einer \u00f6rtlichen Kirche ging, da das der h\u00f6chste Punkt in der Stadt war. Dort gab es ein Signal, und es gelang uns, unseren Verwandten und Freunden mitzuteilen, dass es uns gut ging. F\u00fcr mich war das der gl\u00fccklichste Moment seit Beginn des Krieges.<\/p>\n<p>Dann wurde die Situation schlechter. Russische Soldaten besetzten unsere Stadt, rissen die ukrainische Flagge herunter und begannen, durch die Stadt zu ziehen und Zivilist*Innen zu erschie\u00dfen! Unser Nachbar wurde von einem Maschinengewehr erschossen, w\u00e4hrend er einfach nur auf dem Hof seines Hauses stand. Das war der Wendepunkt f\u00fcr uns. Mein Mann und ich beschlossen, alles zu tun, um diese H\u00f6lle zu verlassen. Am n\u00e4chsten Morgen, nachdem die feindlichen Truppen vorbeigezogen waren, stiegen wir in unser Auto und fuhren weg. Uns war klar, wie riskant das war \u2014 wir wussten nicht, was in der Stadt passierte und welche Stra\u00dfen sicher waren, denn wir hatten f\u00fcnf Tage lang weder Internet noch eine Mobilfunkverbindung. Aber wir hatten gro\u00dfes Gl\u00fcck. Buchst\u00e4blich zehn Minuten nach unserer Abfahrt sahen wir einen ukrainischen Kontrollpunkt. Die M\u00e4nner am Kontrollpunkt sagten uns, welche Stra\u00dfe die sicherste sei. Wir fuhren in einem Zug nach Lviv, legten 500 Kilometer zur\u00fcck und fuhren ein paar Tage sp\u00e4ter nach Kremenets.<\/p>\n<p>Mein Herz ist gebrochen. Meine Eltern sind noch in Kyiv. Alle meine Verwandten und Freunde sind im ganzen Land und im Ausland verstreut. Ich freue mich sehr auf das Ende des Krieges, damit ich alle sehen und umarmen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166628624c4924a5e812.91582165.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Juliy Dzhereleyko, Designer&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>Ich arbeite seit etwa zwei Jahren und neun Monaten bei Skylum. Vor dem Krieg habe ich als Designer gearbeitet, alle m\u00f6glichen Arten von Bildern entworfen und in meiner Freizeit Bilder gemalt und Musik gemacht. Jetzt arbeite ich von zu Hause aus, aber ich male nicht mehr. Au\u00dferdem arbeite ich zus\u00e4tzlich in einem Freiwilligenbataillon. Ich bin jetzt in Ivano Frankivsk, im Westen der Ukraine. Hier ist es ruhig. Hier sind viele Menschen, und die Gesch\u00e4fte sind bis 20 Uhr ge\u00f6ffnet. Am 26. Februar bin ich von Kyiv mit dem Zug nach Lviv gefahren und dann hierhergekommen. Meine Freunde und ich haben uns in das Freiwilligenbataillon des Hauptquartiers der Karpatenverteidigung eingeschrieben. Wir arbeiten nur in der Stadt Ivano Frankivsk. Wir trainieren in allen Disziplinen. Manchmal patrouillieren wir mit der Polizei an Kontrollpunkten, in der N\u00e4he der regionalen Staatsverwaltung und des Bahnhofs. Es ist schwer, und ich h\u00e4tte nie erwartet, so etwas in meinem Leben zu tun, aber ich bin froh, dass ich meinem Land helfen und die Zivilbev\u00f6lkerung sch\u00fctzen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.skylum.com\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/1649166684624c495c1a5b01.48281801.webp\" data-pin-nopin=\"true\" style=\"\"><\/p>\n<p><b>Taras Zemlyankin, Head of QA&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>Ich bin Head of QA bei Skylum. Das bedeutet, dass ich f\u00fcr die Organisation aller Arten von Produkttests und die Suche nach dem besten Ansatz f\u00fcr deren Durchf\u00fchrung verantwortlich bin. Au\u00dferdem richte ich alle Arten von Prozessen ein, um zu verhindern, dass kritische Fehler in unsere Anwendungen gelangen. All das schaffen wir dank der Bem\u00fchungen unseres Qualit\u00e4tssicherungs-Teams, das aus zehn Personen besteht, die unsere Produkte sehr lieben und oft ihre Freizeit damit verbringen, diese Produkte zu verbessern und einen Mehrwert f\u00fcr unsere Nutzer*Innen zu schaffen.<\/p>\n<p>Heute habe ich w\u00e4hrend meiner Arbeit st\u00e4ndig die Ger\u00e4usche von vier Kindern im Hintergrund: Quietschen, Schreien, Streiten, Weinen und unaufh\u00f6rliches Fragen stellen. Au\u00dferdem verstehen drei dieser Kinder den Satz \u201ePapa arbeitet, st\u00f6re ihn nicht\u201c nicht. Unter solchen Bedingungen werden die F\u00e4higkeiten von Manager*Innen auf die Probe gestellt, und wenn man genug Geduld aufbringt, wird es zu einer harten, aber effektiven Methode, um an der Organisation, der Mitarbeiterf\u00fchrung und der Konfliktl\u00f6sung zu feilen, sowie an der F\u00e4higkeit, rechtzeitig hinzuh\u00f6ren und in den Dialog zu treten, um Ziele zu erreichen, von denen alle profitieren. Aber trotz dieser Lernm\u00f6glichkeiten vermisse ich das B\u00fcro, wo ich mich zu 100 % auf die Arbeit konzentrieren und mich ihr widmen kann.<\/p>\n<p>Vor dem Krieg lebte ich mit meiner Frau und meinen vier Kindern in der N\u00e4he von Irpin. Am ersten Tag des Krieges haben wir nicht verstanden, was passiert ist. Ich habe es nicht geglaubt. Aber die Reaktion der Kinder auf die Explosionen holte mich in die Realit\u00e4t zur\u00fcck. Es war meine Frau, die mich dazu brachte, unsere Sachen zu packen, sie ins Auto zu laden und in Richtung der Region Chernivtsi zu fahren, wo unsere Verwandten leben. Ich fand die Idee gut, nachts loszufahren, um am n\u00e4chsten Morgen dort zu sein, denn unser Hyundai Accent ist nicht f\u00fcr so viele Personen geeignet. Wenn man nachts f\u00e4hrt, w\u00e4hrend die Kinder schlafen, kann man so eine gute Strecke zur\u00fccklegen. Aber es stellte sich heraus, dass sich die Fahrt nach Chernivtsi \u00fcber zweieinhalb Tage erstreckte, mit Mega-Staus, stundenlangem Kaffee trinken und einfach nur stillstehen. Wenn man das alleine macht, ist das nicht so be\u00e4ngstigend. Aber mit vier Kindern, von denen drei j\u00fcnger als f\u00fcnf Jahre sind, ist eine solche Reise ein echter Test, bei dem man darum k\u00e4mpft, nicht verr\u00fcckt zu werden. Und die Nachtstunden, in denen die Kinder schlafen, kommen einem wie eine Ruhepause vor, auch wenn man selbst versucht, nicht einzuschlafen und wenigstens noch ein bisschen zu fahren.<\/p>\n<p>Wir fuhren am Donnerstagabend los und kamen am Sonntagmorgen in Chernivtsi an. Dort hatten wir eine mehrt\u00e4gige Pause, nach der wir weitere 1500 Kilometer bis zur Grenze Rum\u00e4niens fuhren, 10 Stunden an der ukrainisch-rum\u00e4nischen Grenze und vier Stunden an der rum\u00e4nisch-ungarischen Grenze warteten und schlie\u00dflich in Danzig, Polen, landeten. Wir wussten nicht, was in einer solchen Situation das \u201eRichtige\u201c war. Unser einziges Ziel war es, die Kinder in Sicherheit zu bringen. Jetzt sind wir in Danzig, und Skylum hat uns geholfen, hier eine Wohnung zu mieten. Hier gibt es keine Explosionen, keine russischen Faschisten, Pl\u00fcnderer und Vergewaltiger. Physisch sind wir in Sicherheit. Aber in uns herrscht Leere. Und ein wildes Verlangen, nach Hause zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Dies sind nur einige Geschichten aus unserem Team. Alle Ukrainer*Innen haben ihre eigene Geschichte dar\u00fcber, wie der Krieg ihr Leben ber\u00fchrt hat. Danke, dass du unsere gelesen hast. Wir danken euch auch f\u00fcr euer st\u00e4ndigen freundlichen Worte der Unterst\u00fctzung und eure Spenden. Gemeinsam mit der Ukraine!<\/p>\n<p>Es gibt noch mehr herzzerrei\u00dfende Geschichten aus dem wahren Leben unserer Skylum-Kolleg*Innen. Wenn du Zugang zu diesen Geschichten m\u00f6chtest und \u00fcber die Geschehnisse in der Ukraine berichten m\u00f6chtest, wende dich bitte an unsere Pressereferentin Anna Koval, Head of Communications, unter anna.koval@skylum.com<\/p>\n<p><b>&nbsp;<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie f\u00fcr alle anderen Ukrainer*Innen hat sich auch das Leben des Skylum-Teams seit Beginn des Krieges drastisch ver\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"author":85,"featured_media":282934,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-282933","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Kriegsgeschichten des 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