Lesen Sie unseren Testbericht zur Sony A7C II, um zu erfahren, wie sich die Kamera im Alltag bewährt. Wir haben den 33-MP-Sensor und den Autofokus getestet.
Die Sony A7C II wurde als Vollformatkamera im Rangefinder-Stil auf den Markt gebracht und schließt damit viele Lücken. Alle technischen Daten sind in einem Gehäuse untergebracht, das mit eingelegtem Akku und Speicherkarte etwa 514 g wiegt. Für alle, die die Sony A7C II mit anderen Vollformat-Kameras von Sony vergleichen, nimmt dieses Modell eine ungewöhnliche, aber nützliche Position ein: Vollformat-Bildqualität in einem Gehäuse, das kaum größer ist als das einer APS-C-Kamera.
Sie haben keine Lust, die ganze Aufschlüsselung zu lesen? Wir haben unten eine kurze Zusammenfassung zusammengestellt.
Wichtigste Erkenntnisse
- Kompakte Vollformat-Leistung: Die Kamera vereint den 33-MP-Sensor und den Prozessor der größeren A7 IV in einem leichten, reisefreundlichen Magnesiumgehäuse.
- Erweiterte Autofokus-Verfolgung: Durch die Übernahme der KI-Einheit aus dem Spitzenmodell A7R V ist das System in der Lage, Augen zu erfassen und sich schnell bewegende Motive zu verfolgen, ohne den Fokus zu verlieren.
- Intelligente Motivvorhersage: Der KI-Prozessor erkennt Skelettposen, sodass der Fokusrahmen auch dann auf dem Kopf oder Oberkörper einer Person verbleibt, wenn diese sich vorübergehend von der Kamera abwendet.
- Verbesserte Bedienelemente: Ein neues, individuell anpassbares Frontdrehrad, optimierte Menüs und ein vollständig schwenkbarer Bildschirm bieten Fotografen eine bessere Handhabung bei Straßen- oder Videoaufnahmen.
- Überzeugende Action-Aufnahmen: Bei einer Bildrate von 10 Bildern pro Sekunde werden Belichtung und Fokussierung kontinuierlich nachgeführt, was sich hervorragend für Gelegenheitssport, Haustiere und aktive Kinder eignet.
- Verbesserte Bildstabilisierung: Das kamerainterne Bildstabilisierungssystem mit 7 Blendenstufen gleicht den kleineren Griff aus, sodass Sie auch bei deutlich längeren Belichtungszeiten aus der Hand fotografieren können.
- Flexible Videoaufzeichnung: Videografen profitieren von interner 10-Bit-4:2:2-Aufzeichnung, überabgetasteten 4K-Videos und S-Cinetone-Profilen für natürliche Farben direkt aus der Kamera.
- Kompromisse hinsichtlich der Größe: Aufgrund der kompakten Bauweise stehen Ihnen lediglich ein einziger SD-Kartensteckplatz und ein kleinerer elektronischer Sucher zur Verfügung, während große Objektive dazu führen können, dass sich die Kamera in Ihren Händen kopflastig anfühlt.
Design und Bauqualität

Sony hat am Design im Rangefinder-Stil der ersten A7C festgehalten, den Rahmen jedoch auf eine Magnesiumlegierung umgestellt, um das Gewicht gering zu halten. Die Kamera ist spürbar kleiner als die A7 IV – etwa 22 % leichter und fast halb so groß. Damit ist sie die ideale Wahl, wenn Sie viel unterwegs sind oder den ganzen Tag zu Fuß unterwegs sind, um Straßenfotografie zu betreiben.
Auch die Wetterversiegelung ist diesmal besser. Sony behauptet zwar nicht, dass die Kamera vollständig wetterfest ist – bei starkem Regen oder Staub sollten Sie daher weiterhin vorsichtig sein –, doch es handelt sich um eine deutliche Verbesserung. Der 3-Zoll-Touchscreen lässt sich weiterhin vollständig nach vorne klappen, was die Bildkomposition erleichtert. Wer plant, mit einem Gehäuse dieser Größe sowohl Fotos als auch Videos aufzunehmen, wird wahrscheinlich auch eine Routine für die Nachbearbeitung der Dateien am Schreibtisch benötigen, und die Bearbeitungs-App Luminar, die für Vollformat-RAW-Dateien entwickelt wurde, spart Zeit, sobald die Aufnahmen abgeschlossen sind.
Bildleistung

Die A7C II verfügt über den bewährten 33-MP-Sensor der A7 IV. Sony hat diesen mit dem neueren BIONZ-XR-Prozessor sowie dem fortschrittlichen KI-Chip kombiniert, der direkt aus der teuren A7R V stammt.
Selbst bei grellem Mittagssonnenlicht bewahrt sie mühelos die Details in den hellsten Bereichen und liefert überraschend saubere Bilddateien, wenn Sie in schwach beleuchtete Innenräume wechseln oder nachts auf der Straße fotografieren. Die kamerainterne Bildstabilisierung mit 7 Blendenstufen gleicht das Fehlen eines sperrigen Griffs aus, sodass Sie aus der Hand mit deutlich längeren Verschlusszeiten als bisher fotografieren können.
Da die Kamera Belichtung und Farben von Anfang an so gut umsetzt, sparen Sie sich später viel Zeit bei der Nachbearbeitung. Selbstverständlich können Sie Hauttöne verfeinern oder das Laub anpassen; Sie können die RAW-Dateien jederzeit zu Hause einer Farbbearbeitung unterziehen.
Videofilmer profitieren von einer internen 10-Bit-4:2:2-Aufzeichnung, die Ihnen absolute Flexibilität bei der Farbkorrektur bietet. Die Kamera nimmt 4K-Videos auf, die aus 7K-Material überabgetastet werden, mit bis zu 30p und unter voller Ausnutzung der Sensorbreite. Für Zeitlupenaufnahmen steht 4K bei 60p zur Verfügung, allerdings mit einem Super-35-Ausschnitt (APS-C). Sony hat zudem das S-Cinetone-Farbprofil integriert, das direkt aus der Kamera heraus natürliche Hauttöne liefert.
Autofokus und Aufnahmegeschwindigkeit

Die A7C II verfügt über dasselbe KI-gestützte System wie das High-End-Modell A7R V. Sie kann Menschen, Tiere, Vögel, Insekten und sogar Fahrzeuge erkennen und verfolgen. Zudem fokussiert die Kamera fast augenblicklich auf die Augen und bleibt auch bei unberechenbaren Motiven stets am Motiv haften.
Zudem können Sie 10 Bilder pro Sekunde aufnehmen und dabei die Fokus- und Belichtungsverfolgung beibehalten. Die Kamera gehört zwar nicht zur Spitzenklasse der Action-Kameras, doch diese Geschwindigkeit reicht völlig aus, um unruhige Kinder, Haustiere oder Sportaktivitäten am Wochenende festzuhalten. Serienaufnahmen bedeuten, dass Sie Hunderte nahezu identischer Fotos mit nach Hause bringen. Um sich stundenlanges Sortieren und Bearbeiten am Schreibtisch zu ersparen, ist die Einrichtung eines automatischen Bildbearbeitungsprogramms der beste Weg, um diese riesigen Bildmengen schnell auszusortieren und zu optimieren.
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Akkulaufzeit und Speicheroptionen
Die A7C II verwendet den NP-FZ100-Akku von Sony, dessen Kapazität laut Sony bei CIPA-Tests bei etwa 530 Aufnahmen pro Akkuladung über das hintere Display liegt – ein Wert, der in der Praxis tendenziell höher ausfällt, wenn Fotografen Einzelaufnahmen mit Pausen zwischen den Aufnahmen kombinieren.
Videofilmer sollten damit rechnen, dass diese Zahl bei längeren 4K-Aufnahmen sinkt, insbesondere wenn WLAN oder Bluetooth während der gesamten Aufnahme aktiv bleiben. Für Gelegenheitsfilmer stellt dieser Speicherplatz selten ein Problem dar; für Hochzeits- oder Eventfotografen hingegen, die während der Aufnahme auf eine sofortige Datensicherung angewiesen sind, könnte dies jedoch ein größeres Problem darstellen.
Benutzeroberfläche und Bedienelemente

Sony hat das verbesserte Menüsystem der A6700- und A7R V-Generation auf die A7C II übertragen, und der Geschwindigkeitsunterschied gegenüber älteren Sony-Modellen wird deutlich, wenn man sich durch die Einstellungen arbeitet. Ein neues vorderes Einstellrad ersetzt das feststehende Belichtungskorrekturrad der ursprünglichen A7C und bietet Fotografen eine individuell anpassbare Steuerung anstelle einer einzigen festen Funktion.
Auch der Drehwiderstand fühlt sich solide an und bietet ausreichend Rastung, um zu verhindern, dass sich die Einstellungen versehentlich verschieben, wenn die Kamera an einer Tasche oder einem Trageriemen streift. Das Menüdesign von Sony wird unter erfahrenen Fotografen nach wie vor nicht von allen geschätzt, doch die Navigationsgeschwindigkeit hat sich im Vergleich zu früheren Generationen deutlich verbessert.
Konnektivität und drahtlose Funktionen
Zu den Anschlüssen der A7C II gehören USB-C, ein Micro-HDMI-Ausgang, Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse sowie Sonys Multi-Interface-Blitzschuh für Zubehör wie externe Mikrofone oder Leuchten.
Die Kamera unterstützt die schnelle Dateiübertragung auf ein Smartphone sowie die Steuerung über Kabel mithilfe der Apps von Sony, verfügt jedoch aufgrund ihres kompakten Gehäuses über keinen integrierten Ethernet-Anschluss. Für Fotografen, die ihre Aufnahmen vor der endgültigen Bearbeitung über WLAN mit einem Smartphone oder Tablet kadrieren, kann „Luminar Composition AI“ dabei helfen, den Bildausschnitt zu verfeinern, sobald das Bild zur Bearbeitung übertragen wurde.
Vergleich mit früheren Modellen
Der Sprung vom ursprünglichen A7C-Modell zum A7C II betrifft nahezu jeden Aspekt der Kamera – mit Ausnahme ihrer kompakten Bauweise, die in Form und Größe nahezu unverändert geblieben ist.
| Spezifikationen | Sony A7C | Sony A7C2 |
| Sensor | 24,2 MP BSI Exmor R | 33 MP BSI Exmor R |
| Prozessor | BIONZ X | BIONZ XR + KI-Modul |
| Objekterkennung | Mensch, Tier | Mensch, Tier, Vogel, Insekt, Auto, Zug, Flugzeug |
| Maximale Burst-Geschwindigkeit | 10 Bilder pro Sekunde | 10 Bilder pro Sekunde mit verbesserter Objektverfolgung |
| Stabilisierung | 5 Achsen, 5 Stufen | 5 Achsen, 7 Stufen |
| Belichtungssteuerung | Feststehendes Kompasszifferblatt | Individuell anpassbares Frontdisplay |
| Einführungspreis | 1.799,99 $ | 2.199,99 $ |
| Datum der Veröffentlichung | Oktober 2020 | September/Oktober 2023 |
Fotografen, die von der ersten A7C umsteigen, profitieren von einer höheren Auflösung sowie einem deutlich leistungsstärkeren Autofokus; da der Preis jedoch um rund 40 % über dem des ursprünglichen Gehäuses liegt, ist das Upgrade vor allem für diejenigen sinnvoll, die die zusätzlichen Tracking-Funktionen und die höhere Detailgenauigkeit auch tatsächlich nutzen werden. Wer diese Kosten gegen die Anschaffung einer kompletten Bildbearbeitungsausstattung abwägt, sollte sich vor der Entscheidung, wie viel des Budgets für das Gehäuse selbst aufgewendet werden soll, auch den Preis von Luminar ansehen.
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Zusammenfassung der Vor- und Nachteile

Nachdem wir die A7C II auf Herz und Nieren geprüft haben, zeichnet sich ein recht klares Bild ab. Wie jedes Gerät vereint sie jede Menge Spitzentechnologie in einem winzigen Gehäuse, erfordert dabei jedoch auch einige Kompromisse.
- Der von der A7 IV übernommene Vollformat-Sensor mit 33 MP und der entsprechende Prozessor in einem deutlich kompakteren Gehäuse.
- Der Autofokus mit Motiverkennung ist identisch mit dem des Spitzenmodells A7R V.
- 7-Stufen-Bildstabilisator im Gehäuse und ein vollständig schwenkbares Display.
- Die Menüführung ist spürbar schneller und einfacher als bei älteren Sony-Kameragehäusen.
- Ein einzelner SD-Kartensteckplatz anstelle von zwei Steckplätzen – ein Nachteil für Fotografen, die Wert auf Datensicherung legen.
- Es ist kein integrierter Ethernet-Anschluss vorhanden, was den Einsatz in kabelgebundenen Studiokonfigurationen einschränkt.
- In Kombination mit großen G-Master-Objektiven kann sich das Gehäuse unausgewogen anfühlen.
Die A7C II erweist sich als solider Allrounder, wenn Sie es ablehnen, überall eine sperrige Kamera mit sich herumzutragen. Ja, der einzelne Speicherkartenslot könnte Eventfotografen abschrecken, und Sie sollten sich an kleinere Objektive halten, damit die Kamera bequem in der Hand liegt. Doch wenn Sie diese besonderen Eigenheiten nicht stören, ist sie kaum zu übertreffen. Für kreative Anwender, die unterwegs sowohl Fotos als auch Videos aufnehmen, sticht sie mühelos als eine der leistungsfähigsten kompakten Optionen im aktuellen Sortiment von Sony hervor.
