Das Erstellen des perfekten Porträts mithilfe des „Butterfly“-Lichteffekts kann Ihre Fotos grundlegend verändern. Diese Technik erzeugt weiche, sanfte Schatten, die jedes Detail des Gesichts wunderschön zur Geltung bringen.

Porträts derselben Person können je nach Beleuchtung – deren Intensität und Richtung – völlig unterschiedlich wirken. Durch den gekonnten Einsatz von Licht lässt sich ein Modell kräftiger oder schlanker erscheinen, Hautunreinheiten kaschieren und die vorteilhaftesten Gesichtszüge betonen. Eine Beleuchtungsanordnung, die dies besonders gut bewerkstelligt, ist die „Butterfly“-Beleuchtung. Was benötigen Sie also, um diesen Effekt nachzustellen? Lassen Sie es uns herausfinden.

Sie haben keine Lust, die ganze Aufschlüsselung zu lesen? Wir haben unten eine kurze Zusammenfassung zusammengestellt.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Mechanismen der Einrichtung. Platzieren Sie eine einzelne Lichtquelle direkt vor dem Modell und richten Sie sie in einem Winkel von 30 bis 45 Grad nach unten aus, um einen symmetrischen, schmetterlingsförmigen Schatten unterhalb der Nase zu erzeugen.
  • Optische Vorteile. Diese klassische Hollywood-Technik lässt das Gesicht schlanker wirken, betont die Wangenknochen und gleicht kleinere Hautunregelmäßigkeiten aus – für einen schmeichelhaften, glamourösen Look.
  • Technische Daten. Verwenden Sie eine Blende von f/4 bis f/5,6, um den Hintergrund weich zu verwischen, halten Sie den ISO-Wert niedrig (100–200), um klare Details zu erhalten, und fotografieren Sie stets im RAW-Format.
  • Zusätzliche Ausrüstung. Platzieren Sie einen Reflektor unterhalb des Gesichts des Models, um harte Schatten aufzulockern, und setzen Sie ein dezentes Gegenlicht ein, um das Motiv vom Hintergrund abzuheben.
  • Häufige Anpassungen. Vermeiden Sie Fehler wie einen Symmetrieverlust, indem Sie die Lichtquelle etwas über Augenhöhe positionieren und darauf achten, dass das Modell den Blick geradeaus richtet.

Grundlagen der Butterfly-Beleuchtung in der Fotografie

Die „Butterfly“-Beleuchtung verdankt ihren Namen dem Schatten unter der Nase, der an die Flügel eines Schmetterlings erinnert. Diese Technik tauchte erstmals in den 1930er Jahren in Hollywood-Studios auf und ist seitdem eine der grundlegenden Techniken für Gesichtsaufnahmen geblieben. Man findet sie auf vielen Titelseiten von Hochglanzmagazinen wie der „Vogue“ oder in Werbefotos von Prominenten. Selbst die Popkultur-Ikone Marilyn Monroe ließ mehrere „Butterfly“-Porträts anfertigen. Fotografie mit Schmetterlingsbeleuchtung | Skylum-Blog

Doch warum ist die „Butterfly“-Beleuchtung gerade bei Porträts so beliebt? Sie hebt die Wangenknochen hervor, lässt das Gesicht schlanker wirken und gleicht kleinere Hautunregelmäßigkeiten aus. Augenringe und Nasolabialfalten verschwinden fast vollständig, sodass die Haut auch ohne Retusche makellos aussieht. Das Beste daran ist, dass Sie diesen Effekt zu Hause erzielen können, ohne dass dafür teure Ausrüstung erforderlich ist.

Unverzichtbare Ausrüstung für die Schmetterlingsbeleuchtung

Fotostudio mit Beleuchtung, Kamera und Hintergrund | Skylum-Blog

Um ein Foto mit „Butterfly-Beleuchtung“ aufzunehmen, benötigen Sie zumindest eine Kamera. Dazu eignen sich spiegellose Kameras oder Spiegelreflexkameras mit einem Objektiv, dessen Brennweite nicht mehr als 52 mm beträgt. Passen Sie Ihre Einstellungen entsprechend den Stärken und Schwächen Ihrer Kamera an. Alternativ können Sie sich die nachstehende Kurzanleitung ansehen, falls Sie sich den Aufwand ersparen möchten.

  1. Lichtempfindlichkeit. Stellen Sie den ISO-Wert in gut beleuchteten Räumen auf 100–200 ein, um eine normale Helligkeit ohne digitales Rauschen zu erzielen. Erhöhen Sie ihn auf 400–800, wenn Sie bei schwachem Licht oder mit natürlichem Licht arbeiten.
  2. Blende. Um das Gesicht scharf abzubilden und gleichzeitig die Objekte im Hintergrund sanft zu verwischen, stellen Sie die Blende auf einen Wert zwischen 4 und 5,6 ein. Befinden sich mehrere Personen auf dem Foto oder möchten Sie den „Schmetterlingseffekt“ stärker hervorheben, können Sie die Blende auf f/8 schließen.
  3. Weißabgleich. Die Einstellungen können manuell oder mithilfe der integrierten Algorithmen angepasst werden. Der Wert wird anhand der Farbtemperatur der jeweiligen Lichtquelle ausgewählt, wobei 5500–5600 K in der Regel für Studiobeleuchtung oder Tageslicht geeignet sind.
  4. Bildformat. Stellen Sie Ihre Kamera so ein, dass Bilder im RAW-Format gespeichert werden, um möglichst viele Details zu bewahren. Dies ist besonders nützlich, wenn Sie Ihre Fotos später in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten möchten.

Zudem wird eine Zusatzbeleuchtung benötigt. Softboxen oder ein externes Blitzgerät können verwendet werden, um den Lichtmangel auszugleichen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht vergessen, Reflektoren aufzustellen. Andernfalls erhalten Sie statt eines eleganten Porträts lediglich eine Reihe weißer Flecken. Positionieren Sie die Reflektoren von unten und schräg zum Gesicht des Modells, um das Licht gleichmäßiger zu gestalten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung der „Butterfly“-Beleuchtung

Fotograf, der in einem Studio ein Porträt aufnimmt | Skylum-Blog

Nun, da Sie wissen, was „Butterfly-Beleuchtung“ ist, und es kaum erwarten können, Fotos zu machen, ist es an der Zeit, loszulegen. Das Ganze ist gar nicht kompliziert – das Wichtigste ist, auf die Positionierung des Models zu achten und daran zu denken, die Schatten zu überprüfen, damit Sie den gewünschten Effekt schon beim ersten Versuch erzielen.

  1. Das Model soll in die Kamera blicken. Achten Sie darauf, dass der Rücken gerade und das Kinn leicht angehoben ist. Schon eine geringfügige Neigung des Kopfes zur Seite würde die Symmetrie des Schattens unter der Nase beeinträchtigen; daher darf das Modell seine Position nicht verändern.
  2. Platzieren Sie die Lichtquelle direkt vor dem Modell, in einer Linie mit der Nase. Richten Sie die Lampe in einem Winkel von 30 bis 45 Grad nach unten aus. Beachten Sie, dass die Schatten länger und deutlicher werden, wenn Sie die Lampe höher anbringen.
  3. Richten Sie das Licht direkt auf den Nasenrücken. Dies ist der entscheidende Punkt, der die Form des Schattens bestimmt. Wenn Sie auf das Kinn oder die Stirn zielen, verschiebt sich der Schatten, und der Zweck des Musters – die Symmetrie – geht verloren.
  4. Überprüfen Sie die Form des Schattens. Er sollte wie Schmetterlingsflügel aussehen – gleichmäßig und nicht zu einer Seite hin verschoben. Sollte der Schirm schräg stehen, kehren Sie zum ersten Schritt zurück und versuchen Sie es so lange, bis es richtig sitzt.

Nutzen Sie moderne Werkzeuge, um die Qualität des Originalfotos zu verbessern. Dadurch wirkt es keineswegs weniger natürlich. Es ist völlig in Ordnung, die Vorzüge des Models hervorzuheben oder einen Makel zu beseitigen, der durch eine ungewollte Bewegung oder das Handeln anderer entstanden ist.

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Techniken für eine perfekte „Butterfly“-Beleuchtung

Fotograf präsentiert Bilder | Skylum-Blog

Ein Foto setzt sich aus vielen einzelnen Elementen zusammen, die miteinander verschmelzen. Wie diese Elemente zusammenwirken, bestimmt genau, wie das Foto letztendlich aussehen wird. Passen Sie den Weißabgleich an, um das Foto lebendiger wirken zu lassen, oder fügen Sie ein Porträt-Bokeh hinzu, um den Blick auf die Bildmitte zu lenken. Die Fähigkeit, diese kleinen Details zu steuern, macht die Kunst der Fotografie aus.

  1. Wählen Sie die Accessoires entsprechend Ihrer Gesichtsform aus. Ein Beauty Dish betont die Wangenknochen mit scharfen Konturen und eignet sich daher ideal für schmale, kantige Gesichter. Bei runden Gesichtern oder Problemhaut ist eine Softbox die bessere Wahl, da sie weichere Schatten erzeugt und Unebenheiten kaschiert.
  2. Die Hintergrundbeleuchtung verleiht dem Ganzen mehr Tiefe. Eine hintere Lichtquelle, die schwächer ist als das Hauptlicht, trägt dazu bei, das Modell vom Hintergrund abzuheben. Sie stört die „Butterfly“-Beleuchtung nicht – im Gegenteil, sie macht diese noch auffälliger und ausdrucksstärker.
  3. Die Farbtemperatur beeinflusst die Stimmung der Aufnahme. Warmes Licht sorgt für Gemütlichkeit, während weißes Licht klarer und markanter wirkt. Das Schattenbild bleibt identisch, doch die Gesamtatmosphäre verändert sich.

Fotos mit Schmetterlingsbeleuchtung lassen sich leicht umsetzen. So können Sie den Look variieren, indem Sie den Hintergrund ändern, Details hinzufügen oder die Position der Lichtquelle anpassen. Suchen Sie online nach Beispielen für Schmetterlingsbeleuchtung, um den Stil zu finden, der am besten zu Ihnen passt, und versuchen Sie, diesen nachzustellen. Ein wenig Übung, bevor Sie mit einem vollständigen Fotoshooting beginnen, kann nie schaden.

Häufige Fehler, die Sie bei der Beleuchtung von Schmetterlingen vermeiden sollten

Fotograf, der in einem hellen Studio seine Kamera einstellt | Skylum-Blog

Es herrscht häufig das Missverständnis, dass einfache Dinge schon beim ersten Mal gelingen sollten. Die Beleuchtungskonfiguration für Schmetterlinge ist zwar ein einfaches Konzept, doch unabhängig von der Erfahrung des Fotografen können in verschiedenen Phasen Herausforderungen auftreten. Wenn Sie beispielsweise die Lichtquelle in der falschen Höhe positionieren, verwandelt sich ein wunderschönes Schmetterlingsmuster in einen unscharfen Fleck. Dies ist der häufigste Fehler, den Menschen beim Aufbau der Beleuchtung begehen.

Positionieren Sie die Lampe 20–30 cm über der Augenhöhe des Modells und richten Sie sie in einem Winkel von 30–45 Grad nach unten aus, um einen kreisförmigen Schatten unter der Nase zu vermeiden. Achten Sie auf die Blickrichtung: Schon eine leichte Drehung des Gesichts führt zu einem Symmetrieverlust. Richten Sie den Fokus auf die Augen, damit eine ungleichmäßige Unschärfe die Aufnahme nicht beeinträchtigt. Wenn Sie diese Liste befolgen, können Sie die häufigsten Probleme vermeiden.

Kreative Einsatzmöglichkeiten der Butterfly-Beleuchtung bei Porträtaufnahmen

Schwarz-Weiß-Porträt einer Frau mit dramatischer Beleuchtung | Skylum-Blog

Der Begriff „Butterfly-Beleuchtung“ wurde ursprünglich für die glamouröse Porträtfotografie im „Hollywood-Stil“ geprägt. Was verbirgt sich dahinter? Im Grunde handelt es sich um einen trendigen Begriff für die Darstellung eines makellosen Gesichts. Keine Hautunreinheiten, eine gedämpfte Farbpalette und eine inszenierte, leicht theatralische Beleuchtung. Unter diesen Bedingungen wirken die Augen und Wangenknochen des Models geheimnisvoll und verführerisch.

Für diejenigen, die Kreativität jenseits des „Ideals“ suchen, erfordert dieses einfache Konzept eine Anpassung der Grundeinstellungen. So lassen sich beispielsweise durch die Umwandlung des Fotos in Schwarz-Weiß ablenkende Haut- und Hintergrundfarben entfernen. Dadurch werden die Schatten unter der Nase und entlang der Wangenknochen zu den wichtigsten grafischen Elementen, wodurch das Model wie eine Skulptur wirkt.

Ändern Sie die Hintergrundfarbe und die Details im Bildausschnitt. Fügen Sie der Aufnahme einen leichten Schleier oder leichten Nebel hinzu. Vertikal nach unten gerichtetes Licht beleuchtet die Rauchpartikel auf wunderschöne Weise und erzeugt einen sichtbaren Lichtschein über dem Kopf des Models. Der Stil ist raffiniert und elegant. Wenn Sie Fotos wünschen, die einem Titelblatt eines Modemagazins würdig sind, werden Sie nichts Besseres finden.

Ein Vergleich der „Butterfly“-Beleuchtung mit anderen Beleuchtungsstilen

Die „Butterfly“-Beleuchtungskonfiguration ist eine einfache, aber äußerst wirkungsvolle Technik. Jeder Fotograf kann sie bereits nach wenigen Versuchen beherrschen. Doch welche weiteren Alternativen für Porträtaufnahmen sind eine Überlegung wert?

BeleuchtungsmusterErforderliche AusrüstungVisuelle EffekteStimmung
SchmetterlingEine Lichtquelle, die mittig über der Kamera positioniert ist, kombiniert mit einem Reflektor oder einem Aufhelllicht darunterSymmetrischer, schmetterlingsförmiger Schatten unter der NaseGlänzend, idealisiert, leicht theatralisch
RembrandtEine Lichtquelle an der Seite, Reflektor optionalEin Lichtdreieck auf der im Schatten liegenden Wange; der Schatten auf der Nase geht in den Schatten auf der Wange überKontrastreich, malerisch
SchleifeEine Lichtquelle an der Seite – oft ist keine zusätzliche Ausrüstung erforderlichEin kleiner, schlaufenförmiger Nasenschatten, der den Wangen-Schatten nicht berührtNatürlich, sanft, unaufgeregt
SplitEine Lichtquelle direkt seitlich, manchmal mit einem Diffusor, um die Kanten weicher zu gestaltenGenau die Hälfte des Gesichts ist beleuchtet, die andere Hälfte liegt im SchattenKontrastreich, spannungsgeladen

Sollte einmal etwas schiefgehen, können Sie die Porträtfotos jederzeit nachbearbeiten. Mit nur wenigen Klicks lassen sich etwaige Mängel beheben oder die Helligkeit anpassen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie eine leistungsstarke Bearbeitungssoftware wie Luminar Neo verwenden.

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Tipps zur Verbesserung Ihrer Aufnahmen von Schmetterlingen bei Beleuchtung

Person, die an einem Tisch Fotos auf einer Kamera ansieht | Skylum-Blog

Wie bereits erwähnt, ist die „Butterfly“-Beleuchtung eine einfache Technik – jeder, der über eine Kamera und eine einzige Lichtquelle verfügt, kann sie beherrschen. Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen dem Aufnehmen eines Fotos und dem Aufnehmen eines guten Fotos. Um mit diesem schmetterlingsförmigen Schatten die besten Ergebnisse zu erzielen, müssen Sie auf die Details achten.

Wählen Sie einen neutralen Hintergrund, damit dieser nicht mit einem farbenfrohen Outfit oder einer farbenfrohen Kulisse konkurriert. Achten Sie darauf, dass das Make-up der Models dezent ist und ein mattes Finish aufweist, um Reflexionen zu vermeiden. Fotografieren Sie in Serienaufnahmen, passen Sie den Winkel dabei schrittweise an und überprüfen Sie die Ergebnisse laufend. Ein gutes Foto zu machen, ist nicht schwer – das eigentliche Ziel besteht darin, sich von da an kontinuierlich zu verbessern und nicht aufzuhören, sobald Sie ein gutes Ergebnis erzielt haben.